Oldtimertreffen in Haltern am See 2014
Am 13. April 2014 war es endlich soweit. Das erste Oldtimertreffen 2014 stand auf dem Plan und das Ziel lag in Haltern am See am Prickings-Hof. Wie jedes Jahr, war es auch in diesem Jahr wieder ein top-organisiertes Oldtimer-Treffen für alte Traktoren, Autos und Motorräder. Natürlich dürfe auch ein kleiner Teilemarkt sowie Imbiss- und Bierstände nicht fehlen. Das Treffen in Haltern war gut besucht und hatte viele Oldtimer zu bieten. Hier findest du ein paar Impressionen von dem Treffen. Weiterlesen
Der Porsche Super B 309 ist die spezielle Variante des Super 309 für die Bauwirtschaft und Kommunen. Er wurde von 1961 bis 1963 gebaut und hat einen 3 Zylinder Porsche-Motor mit 2625 ccm Hubraum und 40 PS. Das Getriebe kam von ZF und hat 5 Vorwärtsgänge und 1 Rückwärtsgang. Der Porsche Super B 309 wurde nicht in Rot sondern Gelb/Orange lackiert. Zudem wurde er oft mit einem Heckbagger und Frontschild ausgerüstet. So war er ein multifunktionales Fahrzeug für viele Arbeiten in der Bauwirtschaft!
Der 7020 war der erste Großtraktor von John Deere und wurde von 1971 bis 1975 in den USA gebaut. In diesem Zeitraum wurden rund 2.500 Exemplare gebaut. Sein Sechszylinder-Motor mit Turbolader hat 6620 ccm Hubraum und eine Leistung von 141 PS. Diese Power ist auch nötig, denn der Knicklenker hat ein Leergewicht von über 6 Tonnen! Das Getriebe hat 16 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 34 km/h. Der John Deere 7020 ist in Deutschland eine echte Realität und nur sehr selten anzutreffen!
In dieser Woche ist der Hanomag R22 von Henrik Meyer der Traktor der Woche. Er ist von Baujahr 1954 und wurde im Jahr 2005 von Henrik gekauft. Er ist in einem vollständigen Zustand. Der Motor wurde bereits komplett überholt und die Einspritzpumpe ist von einem Hanomag R27. Die Frontscheibe und das Dach sind derzeit noch in Arbeit. Eingesetzt wird der Hanomag R22 für Oldtimer-Treffen, kleine Transporte und ab und zu zum Trecker-Trek! Der Hanomag R22 wurde in Hannover von 1951 bis 1957 gebaut. In diesem Zeitraum entstanden knapp 7.000 Exemplare.
Auf
„Nimm lieber den UNITRAK“ so heißt es auf einem alten Prospekt, was wir gefunden haben. Aber wer oder was ist ein Unitrak? Die Metallwerk Creußen mit Sitz in Bayern haben von Ende der 40er Jahre bis Anfang der 50er Jahre den Unitrak gebaut. Genaue Jahreszahlen sowie Stückzahlen sind leider nicht bekannt. Eines ist allerdings sicher: Heute gibt es nur noch wenige Exemplare zu bewundern! Der Unitrak ist ein Dreiradschlepper, mit einer starren Vorderachse und einem gelenktem Einrad hinten. Der Raum zwischen den Achsen konnte als Anbauraum für landwirtschaftliche Geräte genutzt werden. Als Motor wurde ein einzylinder Stihl Motor mit 625 ccm Hubraum und 12 PS Leistung verbaut. Das Getriebe hatte 4 Gänge. Insgesamt war der Unitrak ein interessantes Konzept, was sich aber nicht durchsetzen konnte.
Ein aufmerksamer Leser hat in dem französischen Kleinanzeigenmarkt Leboncoin einen als Selbstfahrspritze umgebauten IHC 824 gefunden. Diesen möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Das System hat große Ähnlichkeit mit einem Deutz Intrac.
In dieser Woche gibt es den Traktor der Woche im Dreierpack! Die drei Eicher Schlepper gehören der Familie Gläser und sind noch regelmäßig im Einsatz. Der Eicher ED 110/II ist von Baujahr 1959 und hat 16 PS. Er wurde vor 34 Jahren gekauft und nicht restauriert. Eingesetzt wurde er heute hauptsächlich zum Holz machen. Der Eicher Panther EM 295 ist von Baujahr 1961 und hat 19 PS. Gekauft hat ihn die Familie Gläser vor ca. 14-15 Jahren und vor 10 Jahren wurde er restauriert. Heute wird auch er hauptsächlich zum Holz machen und für kleinere Fahrten eingesetzt.
Georg Zeltsberger wartet schon auf seinen Sohn Martin. Nach Feierabend werkelt der junge Landmaschinenmechaniker in der heimischen Werkstatt weiter. Gemeinsam mit seinem Vater, einem pensionierten Metzger, restauriert er alte Porsche Traktoren. Es ist ihre große Leidenschaft, das Basteln an alte Porsche Schleppern. Die Letzten wurden 1963 in Deutschland gebaut. Hier nehmen die Beiden einen Zweizylinder Modell Standard auseinander. In etwa einem Jahr wird er wieder in neuem Glanz erstrahlen. Das Flaggschiff der Sammlung ist ein Porsche 409 Master mit dem 1983 alles begann.
Der Güldner A 20 wurde ab 1937 gebaut und war der erste serienmäßig gebaute Güldner Traktor. Er machte sich als robuster und zuverlässiger Traktor einen guten Ruf in der Szene. In dem Zeitraum bis 1942 wurden ca. 1.500 Exemplare gebaut. Der wassergekühlte Güldner-Motor vom Typ 1F hatte 1 Zylinder, 1558 ccm Hubraum und eine Leistung von 20 PS. Als Getriebe wurde das Prometheus ASS 14 oder ZF A12 eingesetzt. Beide Getriebe hatten vier Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 15 km/h und das Eigengewicht bei 1.600 kg.
Auf
Der Deutz F2L514/50 von Michael Wolfrum ist der Traktor der Woche. Er ist von 1951 und hat eine Leistung von 28 PS. Sein luftgekühlter Deutz F2L514 mit zwei Zylinder und 2661 ccm Hubraum. Das Getriebe kommt von ZF und hat fünf Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang. Der Deutz erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 28 km/h. Gekauft wurde der Traktor Ende 1951 aber wurde erst am 27.08.1952 zugelassen. Von 2009 bis 2011 wurde er komplett restauriert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Die moderne LED-Technik bietet viele Vorteile und wird heute in immer mehr Bereichen eingesetzt. Neben der sehr guten Lichtausbeute liegt der Hauptvorteil im niedrigen Energieverbrauch! Dieser Aspekt ist gerade für alte Traktoren interessant. Denn eine gute Beleuchtung scheitert hier oft an der schwachen Batterie. Mit dem Einsatz von LED Arbeitsscheinwerfer schont man die Batterie und erhält eine super Beleuchtung.
Bei dem Deutz D3006 Plantage handelt es sich um einen Schmalspurschlepper aus der D06-Serie von Deutz. Er war speziell für die Anforderungen im Anbau von Sonderkulturen angepasst. So war er deutlich schmaler und kürzer als der normale D3006. Der luftgekühlte Deutz F2L912 Zweizylindermotor mit 1900 ccm Hubraum leistet 30 PS. Das Getriebe TW 35.1, ebenfalls von Deutz, hat 8 Vorwärts- und 2 Rückgänge in zwei Gruppen. Damit erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 24 km/h. In dem Zeitraum von 1969 bis 1972 wurden rund 750 Exemplare von dem Deutz D3006 Plantage gebaut.
Auf